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Gesetzliche Grundlagen | Aufgaben | Gefahrenschwerpunkte | AAO | Feuerwache

Gesetzliche Grundlagen

Nach dem Hessischen Gesetz über den Brandschutz, den Katastrophenschutz und die Allgemeine Hilfe (HBKG), müssen die Kommunen den Gefahrenschutz in ihrer Gebietskörperschaft sicherstellen.
Die Stadt Bad Soden am Taunus bedient sich hierzu ihrer drei Feuerwehren aus Bad Soden am Taunus, Neuenhain und Altenhain. Wir sind als freiwillige Feuerwehr gehalten, die Sicherheit der Bevölkerung zu garantieren und zwar in den Bereichen:


Vorbeugender Brandschutz
Abwehrender Brandschutz
Technische Unfallhilfe
Katastrophenschutz
Allgemeine Hilfe


Die Feuerwehren sind somit eine kommunale Institution, die nach geltendem Recht arbeitet. Da bei Einsätzen Rechtsmittel des Grundgesetzes, ähnlich wie bei der Polizei, verletzt werden, wie z.B.:

Artikel 8, "Versammlungsfreiheit"
Artikel 13, "Unverletzbarkeit der Wohnung"

müssen die Chefs der Feuerwehr (Stadtbrandinspektoren, Wehrführer und deren Stellvertreter) vom Magistrat ernannte Ehrenbeamte sein.
Die Feuerwehr Bad Soden am Taunus wurde außerdem 1974 zur Stützpunktfeuerwehr des Main-Taunus-Kreises, neben Hofheim, ernannt. Dies bedeutet, dass weitere Aufgaben von uns bewältigt werden müssen. Vom Ausrücken der Drehleiter oder des Rüstwagens in unsere Nachbarkommunen, bis zur Bereitschaft des Gefahrstoffzuges für den gesamten Kreis, reicht die Palette.
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Aufgaben  

Wie bereits oben erwähnt, ist die Feuerwehr für die Sicherheit der Bürger in verschiedenen Bereichen zuständig. Hier wollen wir Ihnen diese ein wenig erläutern:

Vorbeugender Brandschutz:
Unter den vorbeugenden Brandschutz fällt die Abnahme von öffentlichen Neubauten im Sinne des Brandschutzes, die Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen sowie Brandsicherheitsdienste auf größeren Veranstaltungen oder Festen (zum Beispiel Sommernachtsfest in Bad Soden am Taunus).

Abwehrender Brandschutz:
Hierunter fällt der klassische Löscheinsatz der Feuerwehr. Hierbei wird noch zwischen einem Nutz- und Schadensfeuer unterschieden. Wenn ein Feuer kontrolliert und bestimmt verläuft, zum Beispiel das angemeldete Verbrennen von Gartenabfällen, so ist dies ein Nutzfeuer. Gerät dieses Feuer jedoch außer Kontrolle, wird daraus ein Schadensfeuer.

Technische Unfallhilfe:
Werden Personen oder Tiere bei Verkehrs-, Haus- oder Arbeitsunfällen eingeklemmt oder verschüttet, rückt die Feuerwehr aus, um diese Personen oder Tiere mit technischen Geräten zu befreien.

Katastrophenschutz:
Um im Sinne einer allgemeinen Gefahr die Bevölkerung zu schützen, wird die Feuerwehr im Katastrophenschutz tätig. Dies kann ebenso bei Hochwasser sein, sowie bei Tierseuchen (BSE, MKS, usw.)

Allgemeine Hilfe:
Jeder Einsatz, der in keine der oben genannten Gruppen passt, wird in diese Gruppe eingeordnet. Beispiele sind Türöffnungen bei akuter Gefahr, Hochwasser oder die große Palette der Gefahrstoffunfälle im ABC-Bereich.
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Gefahrenschwerpunkte  

Kliniken / Senioreneinrichtungen / Gesundheitswesen / Schulen

Kliniken des Main-Taunus-Kreises Bad Soden am Taunus
Enddarmkliniken
Medico-Palais
Sodenia Therme - Thermalsolebad
Badehaus
Freibad
Wohnstift Collegium Augustinum
Senioren Residenz
Taunus Residenzen
Elisabethenheim
3 Grundschulen im Stadtgebiet
Mehrere Kindergärten im Stadtgebiet

In diesen Einrichtungen müssen wir im Gefahrfall mit kranken und behinderten Menschen rechnen. Deshalb werden diesen Objekten besondere Alarmpläne zugeordnet!

Industrie und Gewerbe

City-Arkaden
Aventis-Pharma Deutschland
Krupp-Uhde
Radiologen und chemische Labore
Aussiedlerhöfe

Überschwemmungsgebiet Innenstadt / Heilquellen / Kureinrichtungen

Durch die besondere Lage der Kernstadt ist Bad Soden am Taunus Überschwemmungsgebiet, was bereits öfter zu größeren Problemen führte. 3 Bäche (Sulzbach, Niedersdorfbach und Waldbach) fließen durch Bad Soden am Taunus. Bei Hochwasser hat dies schon zu katastrophalen Wasserständen in der Innenstadt geführt.

Deshalb werden präventiv bei starken Regenfällen im gesamten Stadtgebiet die Bachläufe und die Rechen kontrolliert und von Dreck und Unrat befreit.
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AAO

Die Alarmplan- und AusrückeOrdnung regelt, wie die Feuerwehr alarmiert, und mit welchen Fahrzeugen ausgerückt wird; geordnet nach Einsatzstichworten. Einige Beispiele:
Meldung 'Feuer in Gebäude, Menschenleben in Gefahr' im Stadtgebiet Bad Soden am Taunus. Daraufhin wird von der Leitstelle Vollalarm für die Feuerwehr Bad Soden am Taunus ausgelöst, außerdem werden zwei Rettungswagen, ein Notarzt, der DRK-Ortsverband Bad Soden am Taunus sowie der Kreisbrandinspektor und der diensthabende Kreisbrandmeister alarmiert. Die Feuerwehr Bad Soden am Taunus rückt daraufhin mit dem Löschzug, bestehend aus einem Einsatzleitwagen, einem Löschgruppenfahrzeug, der Drehleiter und einem zweiten Löschgruppenfahrzeug in dieser Reihenfolge aus. Somit wird eine Einsatzstärke von mindestens 21 Feuerwehrleuten erreicht. Je nach Einsatz können dann noch weitere Fahrzeuge nachrücken oder weitere Feuerwehren alarmiert werden (z.B. zweite Drehleiter).
Wenn diese Meldung für die Stadtteile Altenhain und Neuenhain gilt, rücken, zusätzlich zu der jeweiligen Stadtteilfeuerwehr von der Feuerwehr Bad Soden am Taunus folgende Fahrzeuge in dieser Reihenfolge aus: Drehleiter, Löschgruppenfahrzeug, Einsatzleitwagen und zweites Löschgruppenfahrzeug.
Wenn allerdings eine Brandmeldeanlage in größeren, besonders gefährdeten Objekten in Bad Soden am Taunus angeschlagen hat, werden sofort alle 3 Feuerwehren der Stadt Bad Soden am Taunus alarmiert, um von Anfang an über eine große Einsatzstärke zu verfügen.

Meldung 'Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person' im Stadtgebiet Bad Soden am Taunus.
Nun rückt der Hilfeleistungszug der Feuerwehr aus. Dieser besteht aus dem Rüstwagen und dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug. Je nach Einsatzort kann es sein, dass noch das Großtanklöschfahrzeug ausrückt, um die Wasserversorgung notfalls im Pendelverkehr sicher zu stellen. Da bei Verkehrsunfällen wassergefährdende Stoffe auslaufen, kommt meistens noch der Gerätewagen-Gefahrgut zum Einsatz, der unter anderem Bindemittel verladen hat.
Sollte dieser Alarm für die Stadtteilwehren ausgehen, rücken von Bad Soden am Taunus die selben Fahrzeuge aus, wie im Bad Sodener Einsatzgebiet.

Meldung 'Türöffnung für Rettungsdienst, hilflose Person hinter verschlossener Wohnungstür'.
Neben einem Rettungswagen und eventuell einem Notarzt, rückt die Feuerwehr mit dem Rüstwagen und der Drehleiter aus.

Dies sind nur einige Beispiele. Informationen zum Gefahrguteinsatz finden Sie in der Rubrik 'Gefahrgut'. Bei überörtlichen Einsätzen rückt in den meisten Fällen nur das vor Ort nicht vorhandene Sonderfahrzeug aus: Drehleiter, Rüstwagen oder Tanklöschfahrzeug.
Bei einem Alarm im Main-Taunus-Zentrum rückt die Feuerwehr Bad Soden am Taunus jedoch mit Drehleiter, Tanklöschfahrzeug und dem Löschgruppenfahrzeug aus, damit zusammen mit den Feuerwehren Sulzbach und Schwalbach zwei Löschzüge an der Einsatzstelle sind.
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Feuerwache  

Die Feuerwache Bad Soden am Taunus wurde 1971 in der Hunsrückstrasse mit zunächst 8 Stellplätzen und einer Werkstatt im Erdgeschoß errichtet. Zusätzlich dazu befindet sich die Funkzentrale und die Kleiderkammer im Erdgeschoß. Im Obergeschoß finden Kantine, großer Lehrsaal und ein kleiner Sitzungsraum ihren Platz, sowie die Räumlichkeiten des Ärztlichen Notdienstes und DRK Ortsverbandes Bad Soden am Taunus.
Angeschlossen an die Feuerwache ist ein Wohnhaus mit 6 Wohnungen; somit ist gewährleistet, dass zu fast jeder Uhrzeit sofort die Alarmierung quittiert wird und der Einsatz so schnell wie möglich starten kann.
Im Jahre 1979 wurde eine zusätzliche Halle mit zunächst 4 Stellplätzen erbaut; in einem der Stellplätze befindet sich heute die Atemschutzwerkstatt.
1990 wurde das Ausbildungszentrum des Main-Taunus-Kreises auf dem Gelände der Feuerwache Bad Soden am Taunus eingeweiht. Es wurde an die Erweiterungshalle angebaut und bot neben Lehrsälen für die Kreisausbildung noch der Kreisjugendfeuerwehr und den Fahrzeugen des DRK Ortsverbandes Bad Soden am Taunus Unterkunft.
Bis Ende 2003 fanden in diesem Gebäude und den Flächen der Feuerwehr und des städtischen Bauhofes jährlich bis zu 15 Lehrgängen statt. Mit Einweihung des Neubaues der Feuerwache Hofheim im November 2003 zog auch die Kreisausbildung nach Hofheim. Der Feuerwehrsanitäterlehrgang von 29.11.2003 bis 13.12.2003 war der letze Kreislehrgang im Ausbildungszentrum Bad Soden am Taunus.
Die Stadt Bad Soden am Taunus übernahm daraufhin das Ausbildungszentrum und somit steht es der Feuerwehr Bad Soden am Taunus und den überörtlichen Kreiseinheiten zur Verfügung, um dort theoretische und praktische Ausbildung durch zu führen. Zur Zeit befinden sich hier die Büros des Stadtbrandinspektors und der Wehrführung im 2. Obergeschoß. Im 1. Obergschoß sindder Jugendraum der Jugendfeuerwehr Bad Soden am Taunus sowie die Büros der Kassierer und des Schriftführers untergebracht. Die Schlauchwerkstatt, eine Waschhalle und der Fitnessraum befinden sich im Erdgeschoß.

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